Diese Frage haben wir uns schon des Öfteren gestellt.

Zum Hintergrund:

Versicherte in weiten Teilen der AOK müssen um einen Ernährungstherapie im Rahmen der Adipositastherapie ähhm .. nein .. Prävention (Therapie würde ja eine Aufnahme in den Heilmittelkatalog voraussetzen) durchzuführen, die Beratungen bei den Ernährungstherapeuten der AOK durchführen. Die Wahl des / der Ernährungstherapeuten ist hier nicht gegeben, wenn man finanzielle Unterstützung möchte, weil man sich die Ernärhungstherpaie auf dem freien Markt zum Beispiel nicht leisten kann.

Alle Selbsthilfeverbände, Berufsverbände und Mediziner weisen darauf hin , dass schwer Adipöse speziell geschulte Ernährungstherapeuten benötigen. Die AOK scheint das nicht so zu sehen. Macht ja auch keinen Unterschied ob der Betroffene einen BMI von 30 oder >45 hat.

Wie ist es im Moment?

Nun erleben wir häufiger, dass es einen Standort der AOK gibt, wo die Ernährungstherapeutin der AOKab und an krank ist. Die Ernährungstherapie steht also und wird nicht weitergeführt. Auf Nachfragen erhalten die Versicherten den Hinweis, sie sollen sich an anderen Orten einen Termin bei den AOK Ernährungstherapeuten machen. Einen adäquaten Ersatz vor Ort darf man sich nicht suchen. Die Terminvergaben sind an den anderen Standorten in der Regel sehr schleppend und der Betroffene beginnt wieder von vorne.

Die AOK mutet dann ihren Versicherten Wegstrecken von mehr als 50 km zu, nur damit die Versicherten nicht zur Ernährungstherapie vor Ort gehen zu können, die extern ist.

Allein schon die Tatsache, dass die Versicherten keine freie Wahl der Therapeuten haben ist für uns nicht nachvollziehbar. Jeder der sich mit der Thematik ein wenig auseinandergesetzt hat weiss, dass die Therapierfolge auch von dem Verhältnis "Patient / Therapeutt" leben. Wenn hier die Chemie nicht stimmt, dann ist die Therapie zum scheitern verurteilt .. ach nein .. die Ernährungstherpaie ist ja keine Therapie im Sinne des Gesetzes. Wir schicken Betroffene mit 70 kg Übergewicht immer noch zur Prävention.

Eine Ernährungstherapie ist schon lange nicht mehr nur das Übergeben von Ernährungsplänen. Da steckt mehr dahinter und dies muss endlich verstanden und vor allem akzeptiert werden.


Wir würden uns wünschen, dass die AOK ein Einsehen hat und schwer übergewichtige Versicherte zu speziell geschulten Ernährungstherapeuten schickt und diese auch entsprechend finanziell unterstützt. Und wenn die Ernährungstherapeutin länger krank ist, dann muss man den Versicherten zugestehen, dass sie sich vor Ort einen adäquaten Ersatz suchen können.

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