Aktuell scheint eine große deutsche Krankenkasse, die bisher einen hervorragenden Ruf hatte, eine besondere Art der Antragsprüfung bei Anträgen auf Kostenübernahme zur Wiederherstellung nach bariatrischer OP durchzuführen.


Was ist passiert?

Ein Antrag auf Kostenübernahme nach bariatrischer OP wurde am 03.06. per Einwurfeinschreiben versandt. Die Zustellung erfolgte am 04.06.16.

Am 13.06. informierte die Kasse schriftlich, dass der Vorgang zur Prüfung dem MDK vorgelegt wird.

Am 29.06.16 wurde die Kasse ein Terminvorschlag zur Vorstellung beim MDK für den 21.07.16 übersandt.

Am 12.07.16 ging bei der Antragsstellerin die Antragsablehnung ein. Datiert war das Schreiben auf den 07.07.16, Poststempel war vom 11.07.16.

Begründung war, dass keine medizinische Indikation vorliegt.


Auf unsere Nachfrage bei der Kasse, teilte der Mitarbeiter mündlich mit, dass die Ablehnung rein aus dem Grund der Fristwahrung übersandt wurde.


Anmerkung:

Wie die Kasse eine medizinische Notwendigkeit ohne Prüfung durch den MDK feststellen kann, erschließt sich uns nicht.

Unseren Eindruck, dass die Ablehnung rein aus formaljuristischen Gründen OHNE medizinische Prüfung erfolgt ist, wurde durch den Mitarbeiter bestätigt.

Und dies nur weil der medizinische Dienst keine freie Kapazitäten hat.

Beratungsstellen

Junge Adipositas

Empfehle uns